Einheit 2 von 8 | Beweglichkeit & Mobilisation



1. Willkommen

Willkommen zu deiner zweiten Einheit. 

Heute richten wir den Fokus auf Beweglichkeit und Mobilisation. Unser Körper ist für Bewegung gemacht – trotzdem verbringen wir im Alltag häufig viel Zeit in ähnlichen Positionen.

Mit sanften und bewussten Bewegungen lernst du heute, deinen Körper durch verschiedene Bewegungsrichtungen zu führen und dabei deine persönlichen Möglichkeiten wahrzunehmen.

Es geht auch heute nicht darum, besonders beweglich zu sein. Dein Bewegungsumfang darf genauso sein, wie er heute ist.


2. Das nimmst du heute mit

Nach dieser Einheit kannst du:

  • den Unterschied zwischen Mobilisation und Beweglichkeit besser einordnen,

  • verschiedene Körperbereiche bewusst mobilisieren,

  • deine persönlichen Bewegungsgrenzen achtsam wahrnehmen,

  • einfache Mobilisationsübungen in deinen Alltag übertragen.

 

Begleitmaterial für deine Praxis: 

 


3. Wissensimpuls: Beweglichkeit im Alltag

Beweglichkeit ermöglicht es uns, alltägliche Bewegungen möglichst frei und angenehm auszuführen. Wie beweglich wir sind, ist individuell verschieden und kann unter anderem durch unsere körperlichen Voraussetzungen, unsere Gewohnheiten und unsere regelmäßige Bewegung beeinflusst werden.

Mobilisation bedeutet, Gelenke und Körperbereiche bewusst und kontrolliert durch ihren möglichen Bewegungsumfang zu bewegen.

Im Yoga verbinden wir solche Bewegungen häufig mit unserer Atmung. Dadurch entsteht eine ruhige, bewusste Bewegungspraxis, bei der wir gleichzeitig lernen können, die Reaktionen unseres Körpers genauer wahrzunehmen.

Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als möglichst große Bewegungen. Schon kleine Bewegungspausen können helfen, mehr Bewegung in einen überwiegend sitzenden oder einseitigen Alltag zu bringen.


4. Deine Yoga-Praxis: Bewegen, mobilisieren & wahrnehmen

Jetzt geht es auf die Matte. In dieser Yogapraxis bewegst und mobilisierst du deinen Körper achtsam und in deinem eigenen Tempo.

Beobachte während der Übungen immer wieder: Wo fühlt sich Bewegung leicht an? Wo spüre ich vielleicht eine Grenze?

Du benötigst eine Yogamatte und optional eine Decke oder Yogablöcke.

Bewege dich nur in einem Bereich, der sich für dich angenehm anfühlt. Schmerzen sind kein Ziel der Yogapraxis – passe eine Übung an oder mache eine Pause, wenn dein Körper danach verlangt.

5. Dein Mindful Moment für den Alltag

3-Minuten-Mobilisation

Suche dir für die nächsten Tage einen festen Zeitpunkt für eine kleine Bewegungspause – zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen, während einer Arbeitspause oder nach längerem Sitzen.

Nimm dir etwa 3 Minuten Zeit:

Kreise sanft deine Schultern, bewege deine Wirbelsäule in verschiedene Richtungen und mobilisiere anschließend Hüfte oder Beine.

Versuche dabei nicht, möglichst weit zu kommen. Beobachte vielmehr, wie sich dein Körper vor und nach der kurzen Bewegungspause anfühlt.

Dein Tipp für den Alltag: Verknüpfe deine Bewegungspause mit etwas, das du ohnehin täglich machst. So kann aus einer kleinen Übung leichter eine Gewohnheit werden.


6. Deine Reflexion nach der Einheit

Nimm dir nach deiner Praxis einen kurzen Moment Zeit und reflektiere deine Erfahrungen. Es gibt auch hier kein Richtig oder Falsch. Entscheidend ist deine persönliche Wahrnehmung.


7. Abschluss & Ausblick

Du hast deine zweite Einheit abgeschlossen. 🤍

Vielleicht hast du heute bemerkt, dass Beweglichkeit nicht bedeutet, möglichst weit in eine Haltung zu kommen. Vielmehr geht es darum, deinen Körper regelmäßig und bewusst zu bewegen und dabei seine individuellen Möglichkeiten wahrzunehmen.

Probiere deine kleine Mobilisationspause in den kommenden Tagen aus und beobachte, wie sie sich in deinen Alltag integrieren lässt.

In der nächsten Einheit beschäftigen wir uns mit Stabilität & Kraft und lernen, wie ausgewählte Hatha-Yoga-Übungen unseren Körper kräftigen und eine stabile Körperhaltung unterstützen können.

Bis zur nächsten Einheit. 🌿
Deine Maike